Das GLASMOSAIK am Rechenzentrum – ein gefährdetes Denkmal

Zustand

Der Mosaikzyklus des Rechenzentrums wirkt zunächst gut erhalten, zeigt jedoch bei genauer Betrachtung Risse, Ausbrüche im Putz und fehlende Glasmosaiksteinchen (»Smalten«). Eine Untersuchung 2017 ergab schwerwiegendere Schäden: An vier Mosaiken gibt es Hohlräume zwischen Mosaik- und Betonträgerplatte.

Dort, wo die Mosaikschicht abgewölbt mehrere Millimeter vor der Platte steht, haben sich teilweise noch zusätzlich Risse und versetzte Bildebenen gebildet. Diese Bereiche stellen den höchsten Gefahrengrad für die betroffenen Mosaike dar.

Eine Detaildarstellung des dritten Mosaikbildes, jenes mit dem Kosmosnauten im All, und dessen Sicherungsstreifen
Mosaikbild 3 – Ablösungsfläche mit Riss und Versatz in der Bildebene nach der Notsicherung durch Sicherungsstreifen aus Japanpapier bzw. Glasfasernetz © Kristina Tschesch 2020
Eine Nahaufnahme der weißen und blauen Mosaiksteinchen aus Tafel 5
Detail aus Mosaikbild 5 oben – Ablösungsfläche mit Riss und Versatz in Bildebene © Janine Sokolowski 2020

Sicherungsmaßnahmen

Zur temporären Sicherung wurden 2020 elastische Kaschierungen aus Japanpapier, Glasfasernetz und Dispersionsklebstoff angebracht.

Die Mosaizistin Svenja Teichert führte dies im Auftrag des Sanierungsträgers Potsdam aus. Ein Gutachten von Prof. Gottfried Hauff für den
FÜR e.V. ermöglichte den Erhalt der Sichtbarkeit im öffentlichen Raum.

Restaurierung

Langfristig sind Maßnahmen wie das Wiederverbinden abgelöster Mosaikpartien, das Schließen von Rissen und der Austausch rostender Auflagerwinkel notwendig.

2020 bekundete die »Wüstenrot Stiftung« Interesse an der Finanzierung der Restaurierung, unter der Bedingung, dass »das Kunstwerk nicht nur öffentlich zugänglich sein, sondern auch das Gebäude […] für 20 Jahre Bestand haben« muss.

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