Der Mosaikzyklus wurde 1971–72 von Fritz Eisel (1929–2010) für den Gebäudekomplex des ehemaligen VEB Maschinelles Rechnen im Bezirk Potsdam gestaltet. Das als Band an der Erdgeschossfassade über die Hausecke Dortustraße/Breite Straße laufende, insgesamt 70 Meter breite Mosaik besteht aus <18 jeweils 300 x 330 cm breiten Tafeln.
Mehr über den Mosaikzyklus
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»Der Mensch bezwingt den Kosmos«
Das Mosaik thematisiert die wissenschaftlich-technische Revolution. Es stellt verschiedene Aspekte des Fortschritts – von modernen Landmaschinen über elektronische Armaturen für die Datenverarbeitung bis zur Weltraumfahrt – dar. Zwei Schrifttafeln rahmen die bildlichen Darstellungen: die Relativitätstheorie von Albert Einstein (erste Tafel an der Dortustraße) und das Marx‘sche Gesetz von der Ökonomie der Zeit (vorletzte Tafel an der Breiten Straße).
Fritz Eisel schuf mit seinem Werk eine plakative Darstellung, die für die Fortschrittseuphorie der damaligen sozialistischen Gesellschaft typisch war und deren Selbstverständnis verdeutlicht.
Fritz Eisel schuf mit seinem Werk eine plakative Darstellung, die für die Fortschrittseuphorie der damaligen sozialistischen Gesellschaft typisch war und deren Selbstverständnis verdeutlicht.

© Potsdam Museum 1972 / Foto: Hubert Globisch / Anbringung des Mosaiks

© Kristina Tschesch 2023 / Architekt Wolfgang Kärgel,
Gestalter des Trafo-Türen-Schmucks
Der Mosaikzyklus steht seit 1977 auf der Denkmalliste des Bezirks Potsdam. 1991 wurde der Denkmalstatus bestätigt. Seit 2022 haben auch die Emaille-Kacheln zwischen den Mosaiktafeln, die Eingänge zu technischen Anlagen verbergen, Denkmalstatus. Ihr Urheber Wolfgang Kärgel gestaltete auch die Fassade der 2018 abgerissenen Fachhochschule Potsdam, deren Sternraster zu einem markanten Symbol des Widerstands gegen den Abriss funktionstüchtiger historischer Gebäude wurden.
