Jun
14

Aus den Scherben des Polterabends entsteht ein neues Mosaik – in einem Workshop für alle

DER WORKSCHOP WURDE AUF DEN 27. UND 28. JUNI WEGEN KRANKHEIT VERSCHOBEN!!!

Fritz Eisels Mosaik wird fortgesetzt. Aus dem Zerbrochenen des POLTERABENDS formen wir eine andere Zukunft. Teilnahme gratis und auch nur an einem der beiden Tage möglich.

Der Workshop findet bei gutem Wetter draußem beim Kiosk statt. Bei schlechteren finden wir ein trockenes Ausweichquartier.
Wir haben Schutzhandschuhe vor Ort.

Anmeldung vorab gerne per Mail: mosaik@rz-potsdam.de

ANNA SCHIEFER & BJÖRN KÜHN UND ›DIE 19. TAFEL‹

Björn Kühn & Anna Schiefer Foto: Kristina Tschesch

Anna Schiefer und Björn Kühn studierten Bildhauerei und psychoanalytische Kulturtheorie in Stuttgart. Nach einigen Residenzen u.a. in Spanien, Frankreich, der Schweiz, Island und Litauen leben und arbeiten sie heute in Cottbus. Als Gründer*innen des „Verlag für Handbücher“ verbinden sie das Buchmachen mit dem Performativen. In Potsdam erschaffen sie im Kiosk Landschaften aus Geschirr, die zu Landschaften aus Scherben werden, um dann gemeinsam mit euch eine neue Mosaik-Tafel zu kreieren:

„Der Mensch bezwingt den Kosmos. Zumindest hat er es versucht. Er ist da rausgegangen und wollte kämpfen. Soweit der Plan. Aber irgendwie war da nichts. Fritz Eisels Tafeln lassen sich heute lesen wie Don Quijotes Mission. Der Mensch hat sein Mögliches getan, wollte
Ruhm, Ehre, Kampf. Dem Kosmos war’s genauso egal wie den Windmühlen. Und zu aller Belustigung und Trauer ist bei der ganzen Sache noch der Planet, unser Zuhause, kaputt gegangen. Während Don Quijote seine Taten noch im Namen der Liebe zu seiner (imaginären)
Dulcinea begeht, ist uns „Bezwingern“ diese Dimension verloren gegangen.
Was uns bleibt, ist die Fortschreibung der Geschichte in der Rückschau. Deshalb „Die 19. Tafel“! Deshalb ein Polterabend! Um das Zerbrechen unserer Vergangenheit ordentlich knallen zu lassen. Um am Vorabend der Heirat des Menschen mit seiner Vergangenheit ein kleines Fest zu feiern, bringt euer Geschirr, karrt die Tassen, Teller und Vasen an. Nicht nur das Nichtmehrgewollte, zerstört auch das euch Liebste. Lasst das Geschirr der Häuslichkeit in einer Ökonomie der Verschwendung auf der Straße zerbrechen. Später dann, nachdem wir die Zukunft der Spezies aufgekehrt und ein wenig haben ruhen lassen, wenn die Sonne ein paarmal aufund untergegangen sein wird, dann wollen wir die Scherben wieder fügen: zur 19. Tafel und eine Dulcinea uns imaginieren.“

Mehr zum Projekt „Der Mensch versinkt im Kosmos“