März
22

 

 

Ausgangspunkt für die Ausstellung RESEDA war die sehr verschiedene, um nicht zu sagen gegensätzliche Herangehensweise der Kunstschaffenden an ihr jeweiliges künstlerisches Arbeiten. Das spiegelt sich allein in der Betrachtung beider Ateliers wider. Die Gegenüberstellung wird Anlass für die gemeinsame Ausstellung. Der Titel RESEDA resultiert auf der Farbe RAL 6011, die technische Bezeichnung von Resedagrün in DIN-Norm 1844 das grün industrieller Maschinen, (kurzzeitig auch für Panzer im 2. WK) und zum anderen Reseda als die Färberflanze, Reseda luteola, Färber-Wau.

 

Doreen Stenzel, Papier- und Textilkünstlerin
In ihren Werken zeigt uns die Künstlerin ihren spezifischen Blick auf die Schönheit der Natur und ihre Veränderungsprozesse. Mit einer festlichen Feierlichkeit fängt sie Momente menschlichen Lebens und die Vergänglichkeit ein. Zunehmend möchte die Künstlerin aber auch anregen über die eigene Beziehung zur Natur und Natürlichkeit nachzudenken. In einer aktuellen Fragestellung beschäftigt sie sich daher mit den Herausforderungen in der Welt, ihr Blick fällt auf die Zerstörung der Natur durch kriegerische Auseinandersetzungen. In ihrem Werk Integration sucht sie nach einer persönlichen Lösung für die Komplexität menschlichen Seins und findet die Inspiration in der Natur.

 

Menno Veldhuis

Reseda
Bewuchsmerkmale: überwucherte Ruinen mit Efeu, Beikraut und wildem Gras – vereint zu einem eigenständigen botanischen Grün.
In weiter Höhe und bestimmt von einer erodierenden Regenwucht werden längst bloßgelegte Gräber erneut bedeckt; dabei gerade noch sichtbar, verbleiben Spuren eines einst gelungenen Wunsches über Felder dahin gestreckt.