Trinkwasserhahn an der Schopenhauer Str. 22

Installation eines Trinkwasserhahns für den Essbaren Stadtgarten und für Volleyballfeld

„Auf der etwa 3000m² großen Grünfläche an der Schoppenhauerstraße befindet sich unter anderem ein kleiner Spielplatz mit Volleyballfeld und ein „Essbarer Stadtgarten“. Die Nutzung und Bewirtschaftung dieser Fläche steht für zukunftsweisende Grünflächengestaltung und wird durch einen öffentlichen Trinkwasserhahn eine weitere Ergänzung für die infrastrukturelle Anpassung an den Klimawandel erhalten. Durch die Nutzer:innen des Volleyballfeldes wurde die Idee schon des Öfteren befürwortet.

Der Bereich Grünflächen der Landeshauptstadt Potsdam übernimmt eine Co-Finanzierung , ebenso werden die laufenden Kosten für das entnommene Wasser sowie die vorgeschriebenen Wartungs- und Kontrollarbeiten vom Grünflächenamt gestellt. Eine Umsetzung wäre im Frühjahr 25 sinnvoll, da der Wasserhahn voraussichtlich ohnehin nur in den Sommermonaten in Betrieb sein wird.”

Ein Vorhaben von USE Union Sozialer Einrichtungen gGmbH / Marei Frener

Ein Foto des in den Workshops verwendeten Anschauungsmaterials, u. a. Vulven und Klitoris aus Stoff.

Sexuelle Bildung für Frauen mit Migrationshintergrund

Aufeinander aufbauende Workshops zu sexueller Bildung

Das Projekt richtete sich an Frauen mit Migrationshintergrund, die bisher kaum Zugang zu verlässlicher sexualpädagogischer Aufklärung hatten. Ziel war ein geschützter, niedrigschwelliger Rahmen, in dem Körperwissen, sexuelle Gesundheit und Beziehungsthemen kultursensibel und verständlich vermittelt werden konnten.

Durchführung und Termine
Die Workshops liefen an folgenden Terminen: 17.09., 24.09., 01.10., 08.10., 15.10. und 22.10.2025, jeweils am Vormittag

In der Projektumsetzung zeigte sich, dass sowohl die geringe Teilnehmerinnenzahl als auch deutliche Sprachbarrieren ein flexibleres Vorgehen erforderten als gedacht.

Akquise und Gruppensituation
Einige angefragte Einrichtungen waren unsicher, ob die Themen für ihre Teilnehmerinnen passend seien, weshalb kaum Weiterleitungen erfolgten. Rückmeldungen lauteten, die Frauen müssten „zunächst die Sprache lernen“. Meine Erfahrung im Projekt spricht jedoch für eine parallele, nicht serielle, Bildungsstrategie: Sprachlernen und sexualpädagogische Orientierung können sich sinnvoll ergänzen, gerade weil die Themen für viele dieser Frauen schon jetzt von hoher Relevanz sind. Über Plattformen wie Meetup und Nebenan.de fand sich schließlich eine kleine Gruppe von sechs Frauen. Eine Teilnehmerin nahm ohne Wissen ihrer Familie teil und bat ausdrücklich um vollständige
Anonymität. Die Gruppe verständigte sich daher auf einen sehr geschützten Rahmen ohne Namensnennung oder Personenfotos.

Ein Foto des Praxisraums der Sexologin Anne Brandt: es dominieren Holz und warme Farben

Sprachliche Situation und Arbeitsweise
Im Workshop wurden Arabisch, Farsi, Englisch und Deutsch gesprochen. Viele Frauen hatten nur geringe Deutschkenntnisse. Eine Teilnehmerin mit besseren Deutsch- und Englischkenntnissen übernahm über mehrere Termine hinweg die Übersetzung. Die Verständigung erfolgte ansonsten vor allem über Visualität: anatomische Modelle, Zeichnungen, Bilder und Filme halfen, zentrale Inhalte unabhängig vom Sprachniveau zugänglich zu machen.

Inhalte und Schwerpunkte

Die Themenschwerpunkte entstanden im Austausch mit den Frauen. Besonders wichtig waren:
• weibliche (und männliche) Anatomie
• Fragen zum Jungfernhäutchen
• Verhütung und Frauenarztbesuch
• weibliches Lustempfinden und Orgasmus
• Grenzen, Konsens und Beziehungsgestaltung
Zur Unterstützung nutzten wir verschiedene visuelle Medien: den Film „Gut zu wissen – Besuch beim Frauenarzt“, die mehrsprachige Plattform Zanzu sowie ausgewählte Inhalte von OMGYes.

Im Verlauf der Workshops haben wir auch mit Modelliermasse gearbeitet, um Vulvenformen nachzubilden. Diese praktische Übung half den Teilnehmerinnen, ein klareres Verständnis der weiblichen Anatomie zu entwickeln und eigene Vorstellungen zu korrigieren. Die Arbeit mit den Händen schuf einen sicheren, kreativen Zugang zu einem Thema, das in vielen Herkunftskontexten kaum besprochen wird und entsprechend mit Unsicherheiten belegt war. Für mehrere Frauen war dies ein besonders prägnanter Moment, weil sie erstmals eine konkrete, greifbare Vorstellung ihres eigenen Körpers entwickeln konnten.

Bildcollage von Materialien des Workshops zur sexuellen Bildung: drei Laptops, bei denen informative Websites aufgerufen sind, sowie ein Tonmodell einer Vulva

Wirkung und Fazit

Die Gruppe entwickelte im Verlauf einen offenen, vertrauensvollen Austausch. Die Frauen äußerten mehrfach, dass sie dieses Wissen bislang nirgends erhalten haben und der geschützte Rahmen ihnen half, Fragen zu stellen und Anliegen zu formulieren, die sie bisher nicht aussprechen konnten. Auch für mich war das Projekt eine wertvolle Erfahrung, gerade weil es zeigte, wie wichtig niedrigschwellige, kultursensible und sichere Angebote in diesem Bereich sind.

Ein Vorhaben Anne Brandt (Sexologin M.A.)

PlaybackTheater Fadenfänger

FREIRÄUME

sehen – erobern – verteidigen

Am 16. Mai 2025 öffnete sich um 19:30 Uhr der „Kosmos“ im Rechenzentrum, um Raum für eine besondere Art des Theaters zu schenken,
das PlaybackTheater. Gemeinsam mit überraschend vielen Schaulustigen bekamen persönliche und kollektive, fröhliche und traurige, hoffnungschenkende und tiefbewegende Geschichten den besonderen Freiraum, spontan und aus dem Stegreif von einem Schauspieler*innenteam und
einer Musikerin, dem Erzählenden und dem Publikum zurückgespielt zu werden. Dabei half der Moderator, die Geschichten etwas zu sortieren und die jeweilig passende Spielform auszuwählen.

Blick aus dem Publikum auf die Theateraufführung

Das Team des PlaybackTheaters „Fadenfänger“, ansässig in Potsdam und bestehend aus Berliner und Potsdamer Playbacker*innen, genoss die herzliche und liebevolle Atmosphäre im Rechenzentrum, gestützt vom wohlwollenden Publikum, das gut in der Lage war, die manchmal herausfordernden Geschichten des Lebens sorgsam mitzutragen und sang, schimpfte, jubelte und bewegte sich intensiv durch diesen besonderen Abend.

Momentaufnahme einer Spielszene

Sitzbank Feuerbach-/Nansenstr.

Aufstellen einer Sitzbank als Treffpunkt zur Förderung der Altersgerechtigkeit und des Zusammenkommens im öffentlichen Raum

 Hintergrund: An der Ecke Feuerbachstr. / Nansenstr. vor dem orangenen Haus stand jahrelang eine private Bank für alle. Die Bank war insbesondere für ältere Menschen eine willkommene Gelegenheit, auf ihrem Weg zur Kirche oder in den Park kurz zu pausieren. Sie war beliebt bei Leuten aus der Stadt und jenen, die zu Besuch kamen. Das ist eine kleine Maßnahme, die Jung und Alt gleichermaßen Freude bringt und insbesondere Menschen an einem Knotenpunkt zum Innehalten anregt und es ganz einfach ermöglicht, miteinander ins Gespräch zu kommen.

Kartenausschnitt mit Kennzeichnung der Stelle der neuen Sitzbank

Ein Vorhaben von Robert Hering

Nachdem das Projekt viele Punktesticker auf dem Ideenmarkt im Rechenzentrum erhalten hatte, vergingen noch einige Monate, bis im Rathaus klar war, an welcher Stelle nun die Bank aufgestellt würde. Der Bürgerbudget-Beauftragte Frank Daenzer hat dabei engagiert dafür gesorgt, dass dies noch bis zum Sommer geklärt wurde.

Seit ihrer Aufstellung am 11.06.2025 wird die Bank an der Ecke Feuerbachstraße / Nansenstraße intensiv genutzt. Ob Mini-Kinderflohmarkt, Werkbank, Dinnerplatz oder abendlicher Treffpunkt für tiefsinnige Gespräche, die Bandbreite der Bankgeschichten ist groß und umfasst das ganze Leben. Natürlich steht sie in Brandenburg und da gehören auch Meckereien zum Leben wie das Mehl zum Brot. So lassen sich gelegentlich Stimmen vernehmen, die den Versatz vom Zaun lieblich hinterfragen, doch bietet er den nötigen Platz, um beispielsweise den Sitzenden eine schöne Schultermassage zu ermöglichen.

Die Bank gehört nun schon zum Kiez, wird liebevoll gepflegt und viel und vielseitig von alt und jung, von nah und fern und von früh bis spät besessen.

Nansenstraße Potsdam ohne Bank
Ansicht vor Aufstellung der Bank
Nansenstraße Potsdam mit Sitzbank
Derselbe Ort, nun mit Sitzbank
Ein Szenenfoto aus dem Tanzstück "Balanç": Ein junger Mensch steht auf einer Schaukel, im Hintergrund sind Bäume nah zu sehen.

Balanç – Tanz-Performance auf dem Bassinplatz

Generationsübergreifende und partizipative Outdoor-Performance

„Balanç“ ist ein partizipatives Stück, das von deutschen, französischen und spanischen (pre)professionellen Tänzer*innen im Alter von 14 – 27 Jahren und der künstlerischen Leitung von tanzparcours e.V. gemeinsam erarbeitet wurde.

Die Potsdamer Aufführung fand am Freitag, 18.7.25, 19 Uhr auf dem Bassinplatz statt.

Es wurde in den Pyrenäen entwickelt und auf der Straße in einer französischen Kleinstadt sowie in einem Tanzstudio in Barcelona aufgeführt.
„Balanç“ zielt darauf ab, jungen Künstler*innen Sichtbarkeit als Akteure in der Gesellschaft zu geben. „Wir verändern die Perspektive und verwandeln einen städtischen Raum in einen spielerischen und respektvollen Ort des Austauschs. Dazu werden wir mit Schaukeln arbeiten, die an Bäumen aufgehängt sind, und die Verbindung zwischen dem Boden und dem Flug finden.“

Ein Foto von der Aufführung des Tanzstücks "Balanç", bei dem zwei junge Menschen auf einer Schaukel schwingen. Im Hintergrund sind Häuser des Holländischen Viertels in Potsdam zu sehen.

https://www.instagram.com/tanzparcours/

Ein Vorhaben von Ludovic und Katharina Fourest

Unterstützt durch :

Projekt Trailer hier 

credits & copyright Aurélie Veyrat ; tanzparcours e.V.
/// Tanzparcours e.V. ist ein künstlerisches Langzeitprojekt zur partizipativen, inklusiven und intergenerativen Entwicklung von zeitgenössischem Tanz.

Gestaltung Schulhof Helmholtz-Gymnasium

NEUE Sitzgelegenheiten auf einem grüneren Schulhof

Mitten in der dicht bebauten Innenstadt, direkt an der stark befahrenen Kurfürstenstraße, liegt der Schulhof des Helmholtz-Gymnasiums. Er ist fast komplett gepflastert, heizt sich stark auf und es fehlte an Sitzen und Bänken.

Ein Foto des Schulhofs des Potsdamer Helmholtz-Gymnasiums: ein Areal mit grauem Belag und ohne Sitzflächen

Schülerinnen und Schüler des 12. Jahrgangs hatten Ideen für den Schulhofumbau inklusive Sitzmöglichkeiten skizziert. Von den Geldern des Bürgerbudgets Nördliche Innenstadt konnten zwei Sitzbänke gekauft werden, die den schattigen Platz am Eingang der Schule verschönern und zum Verweilen einladen. Des Weiteren wurden Gelder aus dem Stadt-Jugendbudget für zwei Pflanztröge mit Rankpflanzen verwendet. Im Herbst 2025 wurde zudem ein Baum zur weiteren Beschattung gepflanzt.

Die Veränderungen sind bereits deutlich sichtbar und erfreuen die Schulgemeinschaft. Die Sitzbänke werden ständig genutzt und stellen eine große Verbesserung der Aufenthaltsqualität auf dem Schulhof dar.

Ein Foto des Schulhofs des Potsdamer Helmholtz-Gymnasiums: nach der Verschönerungsmaßnahme befinden sich nun zwei Beete und einige Sitzbänke auf dem Areal

 

Ein Vorhaben eingereicht von Angelika Elgeti (Freundeskreis des Helmholtz-Gymnasiums e. V.)

Infotafeln Kosmos-Mosaik und Rechenzentrum

Jüngere Stadtgeschichte, Kunstgeschichte und Denkmalwert vermitteln
durch Beschilderung von Kosmosmosaik und Rechenzentrum

 

In diesem Projekt sollten ursprünglich zwei bruchfest verglaste A4-Schilder an das Rechenzentrum angebracht werden, um Informationen und historischen Fotos in den Stadtraum zu bringen. Im Verlauf hat sich das Team für fünf Tafeln entschieden, die mehrere Seiten des Gebäudes und des Umfelds beleuchten werden. Unter anderen thematisieren die Tafeln die Entstehung und Nutzungsgeschichte des Rechenzentrums, Kulturhistorisches zum denkmalgeschützten Mosaik und zur Plantage.

Die Schilder richten sich an Tourist:innen und Potsdamer:innen, an zufällige Passant:innen und gezielte Besucher:innen des benachbarten Garnisonkirch-Turms sowie von RZ-Veranstaltungen; vor allem an junge Menschen und Neupotsdamer:innen. Die Schilder sollen das Verständnis für Stadtgeschichte an sich und die komplexe Historie am spezifischen Standort und unterschiedliche Nutzungen des Areals erhöhen.

Ein Vorhaben von Annegret Pannier und dem Freundliche Übernahme Rechenzentrum e.V.