Die Veranstaltungsreihe Kreativwirtschaft KONKRET bietet Raum für Austausch und Vernetzung und richtet sich an Akteur*innen und Expert*innen aller Branchen und Tätigkeitsfelder, die gerne die Perspektive wechseln. Eingeladen sind Unternehmen, die ihre täglichen Strukturen und Denkweisen hinterfragen möchten sowie Gründer*innen und Startups, die nach Impulsen zur Umsetzung ihrer Ideen und für kreative Innovationen suchen. Die Reihe knüpft an die Tagung Kreativwirtschaft KONKRET an, die das junge Kunst- und Kreativhaus im Dezember 2015 erstmals nutzte, um die Kreativwirtschaft der Region sichtbar zu machen. An drei Abendterminen und einer Tagung diskutiert die Veranstaltung in Fachvorträgen, Talkrunden und durch Praxisbeispiele aktuelle Themen und Entwicklungen der Brandenburger Kultur- und Kreativwirtschaft.

 

  • 13. Dezember 2016 | 11 Uhr
    Tagung Kreativwirtschaft KONKRET 2016

Programm:

10.30 Uhr
Get-In

11 Uhr
Panel I: Zusammen ist man weniger allein
Kreative Stätten, stärkende Strukturen und Netzwerke in der Kultur- und Kreativwirtschaft

02-grandhotel_juli-430Sibil Sattler Gunzner und Lena Immler: Grandhotel Cosmopolis Augsburg
Das Grandhotel Cosmopolis * 2011 ist ein gesamtgesellschaftliches Labor mitten in Augsburgs Altstadt. Es ist in einem grossen Gebäude über sechs Stockwerke lokalisiert und betreibt neben der Kunst der Erschaffung und Erfahrung eines aktuellen und zukünftigen Miteinanders ein Hotel/Hostel, eine Bar, eine Gastronomie und einen kulturellen Veranstaltungsort. Im Haus gibt es zwei Mietparteien: den Grandhotel Cosmopolis e.V. und die Regierung von Schwaben, die auf drei Stockwerken 65 Geflüchtete unterbringt. So sind alle hier Gäste und Gastgeber*innen auf unbestimmte und unterschiedliche Zeit – es ist eine temporäre Heimat, die keine Unterschiede zwischen ihren Bewohner*innen macht. Lena Immler und Sibil Sattler Gunzner aus der Grand Cuisine werden das Projekt vorstellen.

 

 

Dietmar Schwerdt: Kulturlotse Erfurt und Friederike Günther: Kulturrauminitiative Erfurt

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Foto © Stadtverwaltung Erfurt

Als Kulturlotse der Stadtverwaltung Erfurt nimmt Dietmar Schwerdt eine Schnittstellenfunktion zwischen freier Szene und Stadtverwaltung ein. Er berät zu Fördermitteln, begleite Genehmigungsprozesse und unterstütze bei der Suche nach einem geeigneten Raum. Übergeordnet vermittle er zwischen Akteuren und innerhalb der Stadtverwaltung und begleite langfristige Vorhaben wie z.B. die Ausschreibung städtischer Veranstaltungshäuser oder die Entwicklung neuer Kulturorte.

 

 

 

 

Foto © Johannes Gloede

Foto © Johannes Gloede

Friederike Günther gründete mit 50 anderen Initiativen und Vereinen die Erfurter Kulturrauminitiative (KRI), ein solidarisches Netzwerk, das gemeinsam Formate initiiert, die zum Tausch von Ressourcen einladen. Gleichzeitig versteht sich das Bündnis als Interessensvertretung. Ihren Ursprung hat die KRI in dem Entwicklungsprogramm Werft34, einem soziokulturellen Kulturlabor, welches gezielt junge Gründer*innen unterstützte und gleichzeitig die allgemeinen Rahmenbedingungen für Kulturschaffende in Erfurt verbesserte.

 

 

rfkkKatja Dietrich-Kröck: Rat für Kunst und Kultur Potsdam (RfKK)
Im März 2016 wurde in einer Vollversammlung der erste Rat für Kunst und Kultur in Potsdam gegründet und gewählt. Der Rat versteht sich als unabhängige Vertretung und solidarisches Netzwerk der Künstler*innen sowie Kultur- und Kreativschaffenden in Potsdam. Er befasst sich mit allen relevanten, das kulturelle Leben Potsdams betreffenden Fragen,  schafft Wahrnehmung für das künstlerische und kulturelle Schaffen und die gesellschaftliche Rolle von Kunst und Kultur. Der Rat für Kunst und Kultur ist Ansprechpartner, Vertreter und Berater für Politik und Verwaltung, Gremien und Institutionen und die Öffentlichkeit. Bei uns vertreten wird er von Katja Dietrich-Kröck, die seit über 20 Jahren in der Potsdamer Kultur- und Kreativszene tätig ist. Seit fünf Jahren kümmert sie sich um die Vernetzung und Sichtbarmachung der Brandenburgischen Kreativwirtschaf.

 

 

Foto © Stefanie Jeschke

Foto © Stefanie Jeschke

Anna Laura Jacobi, Ulrike Barth-Musil und Mareike Graf: Potsdamer Illustratoren
Das erste Mal der Öffentlichkeit präsentierten sich die Potsdamer Illustratoren, anfangs noch zu siebt, auf dem Büchermarkt des Literaturfestivals LIT:potsdam 2015. Heute verbergen sich hinter den Potsdamer Illustratoren knapp 30 in Potsdam und Brandenburg ansässige Zeichner*innen und Gestalter*innen. Sie arbeiten für Verlage, Magazine, Agenturen und Unternehmen, illustrieren Bücher und Multimedia, erstellen Infografiken und Karten, zeichnen Storyboards und Scribbles, malen und gestalten. Stellvertretend für die Potsdamer Illustratoren sind Anna Laura Jacobi, Ulrike Barth-Musil und Mareike Graf zu Gast, die sowohl im Bereich Illustration als auch in der Animation und im Grafikdesign tätig sind.

 

 

 

 

sisa_logo_neu_mitclaim-epsPatrick Schwalger: Silicon Sanssouci e.V.
Silicon Sanssouci ist ein Zusammenschluss Potsdamer Unternehmen aus der Informations- und Kommunikationstechnologie, deren Ziel es ist, das Profil der Landeshauptstadt Brandenburgs als einen exzellenten IT-Standort zu schärfen. Das Potsdamer Unternehmensnetzwerk setzt bereits mit der Wahl seines Namens ein starkes Statement für die regionale High-Tech-Branche. Silicon Sanssouci rückt die Bedeutung der Stadt Potsdam als Standort zahlreicher Bildungs- und Forschungseinrichtungen und den damit verbundenen technologischen Fortschritt in den Fokus. Die Relevanz solcher Netzwerke diskutiert mit uns Patrick Schwalger, Mitgründer und Vorstandsmitglied bei Silicon Sanssouci sowie Mitgründer und geschäftsführender Gesellschafter der VCAT Consulting GmbH.

 

 

 

 

14.30 Uhr
Ausstellungseröffnung & Mittagspause
Ausstellung: Werd´ mal KONKRET – Gesichter der Kultur- und Kreativwirtschaft

15.30 Uhr
Panel II: Der malende Algorithmus
Technology meets Arts

Genius Loci Weimar 2014 Marcel Bückner und Tim Heinze: Xenorama – Kollektiv für audiovisuelle Kunst
Xenorama ist ein interdisziplinäres Kollektiv für audio-visuelle Kunst, bestehend aus Marcel Bückner, Tim Heinze, Richard Oeckel, Lorenz Potthast und Moritz Richartz. Nach diversen vorherigen individuellen und kollektiven künstlerischen Projekten fanden sie sich in der jetztigen Konstellation im Juni 2014 zusammen. Seit 2015 haben sie ihr gemeinsames Atelier und Studio im Rechenzentrum Potsdam. Sie sind vereint durch die Faszination, mit Technologie Magisches zu erschaffen. Dabei verstehen sie sich gleichzeitig als Künstler, Forscher und Erfinder und erlauben ihrer Arbeit, die Grenzen zwischen diesen Disziplinen zu verwischen. In ihrer Arbeit beschäftigen sie sich mit den zahlreichen Fragestellungen in Kunst, Technologie und Kultur, die sich im Nachleuchten der Digitalen Revolution abzeichnen. Das Projekt vorstellen werden Marcel Bückner, Ingenieur und Medienkünstler, der sich mit der Wahrnehmung von Zeit und Raum sowie der Dichotomie von Natur und Technik beschäftigt, und Tim Heinze, der an den Schnittstellen von Klangkunst, Akkustik, Malerei, Kalligraphie, 2D-Design und Programmierung interaktiver Audio-Systeme arbeitet.

 

15401308_10154693408903405_122408676_nThea Dymke: Start-Up: Wie Gründer*innen und Künstler*innen zusammenarbeiten können
Thea Dymke vom Zentrum für Kunst und öffentlichen Raum Schloss Biesdorf wird in ihrem Vortrag diese Frage diskutieren. Schaffensdrang und Systemkritik sind Teil der DNA von Kunst & Künstler*innen. Mit der Start-Up Szene wächst ein weiteres Kind der Creative Class heran, das bewährte Systeme kreativ hinterfragt. Was läge also näher, als Künstler*innen & Programmierer*innen, Vermittler*innen & Unternehmer*innen, Gründer*innen & Galerist*innen zusammenzubringen? Welche Modelle für eine konstruktive Zusammenarbeit, produktive Disruption und kritisches Design digitaler Innovationen im Kunstbetrieb lassen sich entwickeln? Thea Dymke, studierte Medienwissenschaftlerin und Kulturmanagerin, realisierte zahlreiche Projekte an der Schnittstelle von Kunst, Markt und Online-Medien, aktuell verantwortet sie den Bereich Presse und Marketing am ZKR – Zentrum für Kunst und öffentlichen Raum Schloss Biesdorf.

 

 

 

Foto © Fabrizio Giraldi

Foto © Fabrizio Giraldi

Abel Korinsky: Korinsky – Atelier für vertikale Flächen
Seit einigen Jahren bereits arbeiten die Brüder Abel, Carlo und Max Korinsky zusammen. In ihrer Arbeit werden digitale und analoge, materielle und immaterielle Elemente in Verbindung gesetzt. Ein Augenmerk liegt auf der Auseinandersetzung mit der unmittelbaren physischen und emotionalen Wirkung von Klängen auf das menschliche Gehör. Wir können unsere Ohren nicht wie die Augen aktiv verschließen, sind Geräuschen also immer ausgesetzt. Korinsky inszenieren Gebäude und verbinden ihren audio-visuellen Ansatz mit der Architektur. Es entstehen durch die Verbindung von Klang mit den unterschiedlichen visuellen Interventionen vielfältige sinnliche Erlebnisse. Bei uns zu Gast sein wird Abel Korinsky. Er studierte Musik, Germanistik, Sozialwissenschaften und Geschichte in Wuppertal sowie Sound Studies an der UdK Berlin.

 

 

 

 

 

 

 

 

17.30 Uhr
Ausstellung & Get-Together

18 Uhr
Format:Dialog
Thematische Impulse von Daniel Kerber, More Than Shelters und Christian Zöllner, The Constitute – Anschließender Austausch über Erfahrungen mit und aus der Kultur- und Kreativwirtschaft
In Kooperation mit dem Kompetenzzentrum für Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes

 

Die Teilnahme ist kostenfrei. Um Anmeldung wird gebeten: kkwkonkret@rz-potsdam.de
Veranstaltungsort ist der Kosmos (ehemals Entwicklungsraum) im Rechenzentrum, Dortustraße 46, 14467 Potsdam

 

Kreativwirtschaft KONKRET ist eine Reihe der Stiftung SPI, gefördert mit Mitteln des Ministeriums für Wirtschaft und Energie des Landes Brandenburg und der Landeshauptstadt Potsdam, in Zusammenarbeit mit dem Management des Clusters IKT, Medien und Kreativwirtschaft der ZAB ZukunftsAgentur Brandenburg GmbH.

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Ort: Rechenzentrum Potsdam